Einflussreiche Position: Rostocker Europaabgeordneter neu im Umweltausschuss

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Schwerpunkt: Meerespolitik und öffentliche Gesundheit / Ambitionierter Start: Zwei Berichte und eine Parlamentarische Anfrage / „Konkretes für MV erreichen“

STRASSBURG/ROSTOCK. Arne Gericke, Europaabgeordneter der Familien-Partei, ist neues Vollmitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des Europäischen Parlaments – einem der legislativ einflussreichsten Gremien auf europäischer Ebene. Berufen für dieses Amt hatte den 52jährigen aus Tessin bei Rostock seine Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR). Für sie sitzt Gericke bereits als Vollmitglied im Ausschuss für Beschäftigung und Soziales sowie als leitender Koordinator im Frauenausschuss. Mit seiner Berufung in den Umweltausschuss würdigt die EKR auch Gerickes engagierte parlamentarische Arbeit: Allein in den vergangenen zweieinhalb Jahren hat er über 40 parlamentarische Berichterstattungen federführend übernommen – ein Spitzenwert unter den deutschen Europaabgeordneten.

Ein Anspruch, den der Rostocker Abgeordnete nun auch in seiner neuen Rolle für den Umweltausschuss hat: „Dieses Gremium hat hohe gesetzgeberische Kompetenz – und die meisten der dort getroffenen Entscheidungen beeinflussen unseren Alltag direkt. Das ist eine große Verantwortung“, so Gericke. Als Neumitglied will er sich unter anderem dem regional bedeutenden Thema „Meer und Blue Economy“ widmen und sich für anwendbare Regeln bei Nahrungsmittelsicherheit und Verbraucherschutz einsetzen: „Für mich gilt das Prinzip des mündigen Bürgers – wir brauchen keine Bevormundung nach amerikanischem Modell aber doch klare Regeln in Risikobereichen“. Ebenso voranbringen will er den Einsatz der EU in der Erforschung seltener Krankheiten sowie der Entwicklung angepasster Medizinpräparate für Kinder: „In vielen Fällen fehlt es an speziellen Dosierungen für Kinder – und Eltern stehen vor dem Problem, Erwachsenenpräparate teilen zu müssen.“

Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt legt Gericke auf den Bereich der öffentlichen Gesundheit: „Wir müssen auf europäischer Ebene über Mindeststandards in der medizinischen Pflege und der wohnortnahen Krankenversorgung – gerade auch im Bereich der Geburtshilfe – sprechen. Wir brauchen vor allem Lösungen für ländliche oder strukturschwache Regionen“. In diesem Zusammenhang plädiert er auch für eine starke Rolle der Apotheken und kritisiert zuletzt vom Europäischen Gerichtshof getroffene Entscheidungen im online-Handel von Medikamenten: „Kein online-Shop ersetzt die Apotheke um die Ecke“, so Gericke – auch mit Blick auf die Situation in seiner Heimatregion Mecklenburg-Vorpommern: „Wir können Konkretes für die Region erreichen!“

Schon in der ersten Sitzung ist der Rostocker mit Elan durchgestartet: Seine Fraktion übertrug ihm die Verantwortung für zwei Berichte – einen zur Zukunft der Internationalen Meerespolitik sowie einen über den Schutz der Arbeitnehmer gegen Gefährdung durch Karzinogene oder Mutagene bei der Arbeit. Zudem hat Gericke umgehend eine Parlamentarische Anfrage an die EU-Kommission Voller Einsatz im Plenumeingereicht, in der er die EU-Vorgaben zur vollen Keulung von Tierbeständen einer Region bei Vogelgrippe-Fällen kritisiert und mehr Flexibilität für die regional zuständigen Behörden verlangt.

Author: gericke