Europäische Ehrung für sächsische „Heldinnen des Lebens“

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Christdemokratische ECPM und Europaabgeordneter Arne Gericke vergeben erstmals „European Heroes of Life Award“ an vier Geburtshelferinnen aus Sachsen / Spätabtreibungen verweigert – Bekenntnis für das Leben gegeben

BRÜSSEL. Erstmals haben der Europaabgeordnete Arne Gericke (Familien-Partei) und die christdemokratische, europäische Partei ECPM den „European Heroes of Life Award“ für christliche Hebammen in Europa vergeben. Ausgezeichnet wurden bei dem Festakt im Brüsseler Europaparlament die vier sächsischen Hebammen Tamar Küchler, Kirsten Zeil, Aline Queck und Andrea Heinert. 2006 hatten sie gemeinsam ihren Dienst an einer Frauenklinik gekündigt, nachdem ihnen dort im Kreißsaal die Mitwirkung an Spätabtreibungen abverlangt worden wäre: „Wir sind Hebammen, um Leben zu schenken – nicht, um es zu zerstören“, so das beeindruckende Bekenntnis der Ausgezeichneten. Eine internationale Jury hatte die Hebammen unter zahlreichen Nominierten aus ganz Europa ausgewählt.

In seiner Laudatio betonte Gericke „den außerordentlichen Mut und das Rückgrat der Hebammen. Als es ernst wurde, haben sie sich gemeinsam für den Lebensschutz entschieden. Sie sind ihrer christlichen Überzeugung gefolgt – und haben ihren an sich sicheren Arbeitsplatz verlassen.“ Ein Bekenntnis, das die Mitglieder der von der europäischen, christdemokratischen Partei European Christian Political Movement (ECPM) zusammengestellten Jury sehr schnell überzeugt hat: „Wir hatten mehrere Vorschläge aus ganz Europa – die Entscheidung, den Preis an Tamar Küchler, Kirsten Zeil, Aline Queck und Andrea Heinert zu geben, ist uns im Ende aber sehr leicht gefallen.“ Schön, so Gericke, sei es auch zu sehen, „dass alle vier nach ihrem mutigen Schritt einen Weg gefunden haben und noch heute mit christlicher Überzeugung ihrem Beruf nachgehen. Sie alle sind Hebammen, wie man sie sich für sein Kind nur wünschen kann.“

Die Vorbildfunktion für andere betonte auch Leo van Doesburg, politischer Direktor der ECPM in seinem Grußwort: „Immer wieder werden Christen gerade in medizinischen  Berufen in ihrer Religionsfreiheit und der Freiheit des Gewissens eingeschränkt.“ Es komme zu Abmahnungen, teils sogar Berufsverboten. „Das darf es in Europa nicht geben.“ Mit dem neuen, von Arne Gericke selbst vorgeschlagenen Ehrenpreis unterstütze die ECPM deshalb ganz ausdrücklich die Freiheit des Gewissens am Arbeitsplatz. „Ihre Geschichte macht Mut – und wir wollen, wir werden sie europaweit erzählen.“ Tamar Küchler, Kirsten Zeil und Aline Queck berichteten in ihrer Dankesrede von ihrem mutigen Schritt und der Überzeugung dahinter.

Die Entscheidung der vier Hebammen, sich nicht an Abtreibungen zu beteiligen, hatte im eigenen Arbeitsumfeld heftiges Unverständnis und „wütende Ablehnung“ ausgelöst.

Und so endete ihr Dank im Brüsseler Europaparlament mit einem Bibelvers und einem berührenden Appell an ihre Kolleginnen: „Wer dem Geringen Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer. (Sprüche 14, 31) – gibt es einen geringeren und schutzbedürftigeren Menschen als ein ungeborenes Kind? Mache ich mich nicht schuldig, wenn ich als Hebamme oder Hebammenschülerin die Vorbereitungen für die Abtreibungen treffe? Die Frau während der Wehen begleite, die das Kind ersticken? Die Frau beim Pressen so anleite, dass das Kind möglichst noch im Mutterleib stirbt? Was ist, wenn sich das Kind nach der Geburt noch bewegt? Wenn die Hebamme es dann in eine Plastikschüssel legt, zudeckt, in den Abstellraum stellt und rausgeht? Tut sie dem Geringen damit keine Gewalt an?“Erhielten den ersten „European Heroes of Life Award“ aus den Händen des Europaabgeordneten Arne Gericke (Familien-Partei): Die sächsischen Hebammen Tamar Küchler, Kirsten Zeil, Aline Queck und Andrea Heinert (nicht auf dem Foto).

Author: gericke