EUROPAS GRATIS-TICKET: BILLIGE SCHNAPSIDEE – TEUER FÜR DEN STEUERZAHLER

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Europaabgeordneter der Familien-Partei kritisiert Vorschläge eines kostenlosen Interrail-Tickets für alle 18jährigen / „Die Vorstufe zum Freibier für Alle“ / Gegenvorschlag: Willkommens-Prämie für Neugeborene 

Aktiv und engagiert im Plenum: Arne Gericke, Europaabgeordneter der Familien-ParteiSTRASSBURG. Geht es nach Manfred Weber, dem Vorsitzenden der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, soll künftig jeder 18jährige Europäer zum Geburtstag einen Interrail-Freifahrschein von der EU bekommen – so zumindest hat es der CSU-Politiker im Straßburger Plenum vorgestellt und im Schnellverfahren die EU-Kommission an seine Seite gezogen. Heftige Kritik kommt vom Rostocker Europaabgeordneten Arne Gericke (Familien-Partei): „Europa schwimmt in ungelösten Problemen, unser Haushalt reicht hinten und vorne nicht – und das Einzige, was den Kollegen von CDU,SPD, Grünen und FDP einfällt, ist diese Interrail-Schnapsidee, die Vorstufe zum ‚Freibier für Alle‘. Ein billiger Werbetrick, der die Steuerzahler teuer zu stehen kommt:  Bis zu 3 Milliarden Euro – knapp 3 Prozent des EU-Haushalts“, so Gericke in seinem Redebeitrag im Straßburger Plenum.

Für Gericke „kann man es keinem Menschen erklären, was Europa mit dieser milliardenschweren Geschenk-Bombe“ bewirken möchte: „Sie werfen locker-flockig drei Milliarden Euro aus dem Fenster, um die ungefragte ‚Generation Interrail‘ mit Gratis-Tickets zu überschütten. Fällt Ihnen auf, wie billig dieser teure Vorschlag ist?“, so Gericke, adressiert an EVP-Chef Weber. Anders als Erasmus-Stipendien, Jugendaustausch oder Städtepartnerschaften habe „die Aktion weder Sinn noch nachhaltige Wirkung. Die einzigen, die profitieren, sind Europas Bahnunternehmen.“

Noch schlimmer, so Gericke, wiege der Fakt, „dass parallel Gelder für Städtepartnerschaften, für Jugendarbeit und EU-Freiwilligendienst, ja sogar für die Erasmus-Stipendien fehlen. Die Mitgliedsstaaten scheitern an der Aufgabe, 80 Millionen Euro in einen Hilfsfonds für Syrien einzubezahlen – wollen aber binnen Wochen drei Milliarden Euro für ein Gratisticket finden. Das ist doch ein Witz!“

Auch rechtlich sind für Gericke noch lange nicht alle Fragen geklärt: „Erklären Sie mir bitte einmal, wie Sie solche Wahlgeschenke in den EU-Verträgen begründen wollen? Sagen Sie mir, woher das Geld kommen soll? Ganz ehrlich: Wenn Sie die Menschen wieder für Europa begeistern wollen, dann machen Sie Europa besser – statt die Wähler mit Gratistickets zu bestechen.“

Wenn man schon Milliarden verteilen und die Bürger beschenken wolle, so Gericke, „dann geben wir jedem Neugeborenen in Europa 500 Euro auf ein Sperrkonto. Dann kann jeder mit 18 selbst entscheiden, wofür er das Geld verwendet.“

Foto: Hält nichts vom kostenlosen Europa-Ticket – und mit dieser Meinung auch nicht hinterm Berg: Arne Gericke, Europaabgeordneter der Familien-Partei.

Author: gericke