FREIE WÄHLER: ANPACKEN FÜR MEHR SOZIALE GERECHTIGKEIT

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Europaabgeordneter Arne Gericke und Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt zu Besuch bei Nürnberger Heilsarmee / Gespräche im Männertreff „Oase“ / Kritik an Bundesteilhabegesetz

Schmidt_Gericke_Hummert_NbgNÜRNBERG. „Wir kümmern uns“ – so lautet der Leitspruch des Sozialwerks der Heilsarmee in Nürnberg. Wie sehr das zutrifft, davon überzeugten sich der Europaabgeordnete Arne Gericke und die Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt (beide Freie Wähler) bei ihrem Besuch im Obdachlosenwohnheim in der Gostenhofer Straße. Über 200 Obdachlose finden dort eine Unterkunft, noch viel mehr werden über die Essensausgabe im Männertreff „Oase“ versorgt: „Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Einsatz die Heilsarmee hier ganz konkrete Hilfe bietet“, so Schmidt, die auch stellvertretende Bundesvorsitzende der Freien Wähler ist.  Es gehe darum „direkt zu erfahren, wo der Schuh drückt“. das haben die beiden Politiker – im Gespräch mit Verwaltungsleiter Frank Hummert, genauso aber auch im direkten Dialog mit den Besuchern der Einrichtung: „Soziale Gerechtigkeit ist nichts für Sonntagsreden – man muss anpacken, um sie zu schaffen“, sagt Gericke. Und auch Schmidt ist sich sicher: „Wir gewinnen im Kampf gegen Armut, wenn wir politisch handeln.“

Als Abgeordnete der Freien Wähler fordern sie unter anderem konkrete Maßnahmen, um Armut zu vermeiden: „Deutschland ist ein so reiches Land. Da kann es schlicht nicht sein, dass kein Geld bleibt, um Menschen in Not zu helfen oder die beschämende Armut bei Kindern oder Senioren zu verhindern.“ Lese man dagegen den jüngsten Armutsbericht der Bundesregierung, „hat man eher noch den Eindruck, es geht darum, herabzuspielen und zu vertuschen“, so Schmidt, die auch stellvertretende Bundesvorsitzende der Freien Wähler ist.

Kritisch sehen die beiden Abgeordneten und Verwaltungsleiter Hummert das Ende 2016 teilweise in Kraft getretene Bundesteilhabegesetz: „Was Nahles da vorgelegt hat, ist – auch nach mehreren Korrekturrunden – gesetzgeberisch schlecht gemacht. Es verstärkt die  Bevormundung behinderter Menschen durch die Behörden und erzeugt einen Sparzwang, der die Existenz wertvoller Einrichtungen wie das Nürnberger Obdachlosenheim gefährden.“

Dabei seien, so Gericke, ehrenamtlich und kirchlich getragene Angebote wie das der Heilsarmee in Nürnberg von immenser Bedeutung: „Ihr Wirken bringt im wahrsten Sinn des Wortes Segen. Sie bieten den Betroffenen weit über die Essensausgabe hinaus Halt, Hilfe und Nahrung.“ Mit dem Sozialwerk der Heilsarmee in Nürnberg habe die Region einen leistungsstarken Partner zum Wohl der Menschen: „Sie sind der Politik ein Vorbild, denn: Sie handeln.“

Foto: Zu Gast im Sozialwerk der Heilsarmee Nürnberg: Europaabgeordneter Arne Gericke und Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt von den Freien Wählern mit Verwaltungsleiter Frank Hummert

Author: gericke