Gericke: Brüssel betreibt kein Bierkrug-Bashing

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K„Kein Brüsseler Bierkrug-Bashing“, sagt der Europaabgeordnete und Verbraucherschutzexperte Arne Gericke: „Verbockt haben es die Berliner Beamten der Großen Koalition.“eine schäumenden Getränke im Steinkrug? / Europaabgeordneter hakt nach bei zuständigen EU-Beamten: „Klarer Fall deutschen Draufsattelns“ – die Schuld liegt in Berlin

BRÜSSEL. Bierkrüge, die laut EU-Vorgaben „nicht für schäumende Getränke zu verwenden“ sind? Im wahrsten Sinne „schäumend vor Wut“ hat auch Arne Gericke, Europaabgeordneter der Familien-Partei und Mitglied im Verbraucherschutzausschuss des Europaparlaments, Pressemeldungen über den angeblichen Bürokratiewahnsinn der EU gelesen – und nachgehakt: „Mich ärgern solche Negativmeldungen ungemein – deshalb hab ich bei den zuständigen Beamten in Brüssel einfach direkt nachgehakt.“ Die Antwort? Erstaunlich: „Verbockt haben es die Berliner Beamten der Großen Koalition.“

„Mit keiner Silbe verlangt die EU-Richtlinie einen solch schwachsinnigen Aufdruck auf Bierkrügen“, so die Quintessenz der klaren Antwort aus dem Brüsseler Kommissionsgebäude. „Der Mist ist auf dem umfangreichen und detailverliebten bundesdeutschen Mess- und Eichgesetz (MessEG) und der neuen Mess- und Eichverordnung (MessEV) gewachsen. Die hat der Bundestag am 25. Juli 2013 in großer Einigkeit verabschiedet – ohne dessen Folgen zu bedenken. Ich wünschte mir, die GroKo würde sich in ihrer überragenden Mehrheit einmal großen, dringenden Reformen mit dieser detailverliebten Leidenschaft widmen.“

Heißt also: Berlin betreibt Bierkrug-Bashing – durch übereifriges Draufsatteln und Verordnen – ein altbekanntes Problem“, so Gericke. Und wenn solcher Bürokratenirrsinn dann zu so etwas wie dem Aufdruck „Nicht für schäumende Getränke zu verwenden!“ bei Bierkrügen führe, dann „bekommt der laufende Unfug Berliner Bürokratie wenigstens einmal ein Gesicht“. Schlimm aber, dass besonders der Mittelstand – kleinere Brauereien und Gaststätten – nun darunter zu leiden hätten.

Author: gericke