Gericke: Chancen der sharing economy für Europa nutzen!

Categories: Uncategorized

Familien und Mittelstand profitieren / Berichterstatter: Klare Regelungen auf europäischer Ebene notwendig

BRÜSSEL. Günstig zur Ferienwohnung, schnell mit dem privaten Fahrdienst zum Ziel oder aber effizient in der gemeinsamen Mitarbeiter-Verwaltung – die „sharing economy“ kennt heute bereits viele Facetten, ihre Bedeutung steigt stetig. „Höchste Zeit, diese Entwicklung europaweit zu fördern und durch klare, einheitliche Vorgaben sinnvoll zu regeln“, sagt Arne Gericke, Europaabgeordneter der Familien-Partei und zuständiger Berichterstatter der drittstärksten Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer im Europaparlament. Knapp 30 Milliarden Euro umfasst der Umsatz des „kollaborativen Marktes“ schon heute – weitere 600 Milliarden Euro sind europaweit mittelfristig denkbar. „Und es geht noch weiter: Europa hat noch die Chance, mit innovativen Geschäftsmodellen die weltweite Entwicklung zu gestalten – dafür aber müssen wir jetzt die richtigen Weichen stellen“.

Gericke sieht dabei nicht nur „hervorragende Chancen für junge Existenzgründer, den Mittelstand und Familienunternehmen“. Als Kunden und Teilhaber könnten gerade auch Familien von der neuen Form des Wirtschaftens profitieren: „Nehmen wir das Beispiel der Ferienvermietung: Viele Familien haben Eigenheime – und Wohnraum, den sie zeitweise vermieten können. Das schafft individuelle Urlaubsziele mit Herz und bietet den vermietenden Familien die Chance, die Haushaltskasse aufzubessern“.

Wichtig, so Gericke, seien aber „klare Regeln fürs Geschäft – und die müssen im gemeinsamen Binnenmarkt zumindest im Rahmen europäisch geschaffen werden.“ Genau dafür setzt er sich als Mittelstands- und Sozialexperte nun in den laufenden Verhandlungen ein: „Ich will die shared economy fördern – und ihr gleichzeitig einen klaren Rahmen geben, gerade im Bereich der Steuern und der sozialen Standards. sharing economy darf nicht zum Einfallstor für Schwarzarbeit und Briefkastenfirmen werden. Unabhängig davon sind die nationalen Regulierungssysteme bislang zu unterschiedlich, schwer kombinierbar – das blockiert.“. Zudem könne es nicht sein, dass durch privaten Handel plötzlich neue Grauzonen entstünden. „Shared economy darf auch nicht zu einem bevorteilten Konkurrenten bestehender Sparten und Unternehmen werden.“

Konkret nannte Gericke dabei Taxiunternehmen und die Hotelbranche: „Gesunde Konkurrenz beflügelt das Geschäft – wenn aber internationale Plattformen es wiederum schaffen, Steuern zu umgehen oder aber notwendige Sicherheitsstandards durch den kollaborativen Einsatz Privater ausgehebelt werden, dann ist das Wettbewerbsverzerrung. Und die müssen wir verhindern.“

Insgesamt aber sei der positive und konstruktive Ansatz der EU-Kommission zu begrüßen: „Wir haben die Chance, der sharing economy in Europa jetzt einen guten Weg zu ebnen.“Steht im Europaparlament für eine „sharing economy“, die Menschen, Familien und Mittelstand in Europa dient: Europaabgeordneter Arne Gericke.

Author: gericke