Gericke fordert: Mehr Eh-Da-Flächen für Artenvielfalt in MV

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Europaabgeordneter der Freien Wähler schreibt an Minister Backhaus: Mehr Einsatz für kleingliedrige Naturflächen / Potential fürs Land erfassen

BRÜSSEL/SCHWERIN. 76 Prozent weniger Käfer, Bienen und Co. seit 1989 – die Zahlen der jüngsten Studien zum Insektensterben in Deutschland erschrecken auch die Fachleute. „Diese Tiere haben eine Schlüsselfunktion im Ökosystem“ sagt der Rostocker Europaabgeordnete und Umweltpolitiker Arne Gericke (Freie Wähler). In einem Schreiben an Umweltminister Dr. Till Backhaus fordert er „auch mehr Engagement und ein Maßnahmenpaket für unser Land“. Allem voran will Gericke die ökologische Aufwertung sogenannter „Eh-Da-Flächen“, also „Offenlandflächen“ im Agrar- und Siedlungsbereich, die ohnehin vorhanden – also „eh da“ – und bislang ungenutzt sind. „Sie können für Insekten ein Netzwerk wertvoller Refugien sein.“

Rheinland-Pfalz, so Gericke, habe mit der Erfassung, ökologischer Aufwertung und Pflege solcher Areale bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. „Sie können ein wichtiger Baustein zum Erhalt der Artenvielfalt sein – und zudem jedes Umfeld aufwerten“. Denn, egal ob neben dem großen Maisfeld oder als Mittelpunkt eines Kreisverkehrs – blühende, naturbelassene Bereiche tun unserer Umwelt gut.“

Ganz konkret fordert Gericke von Backhaus die offensive Bewerbung, Erfassung und Ausweitung solcher Flächen: „Unsere Kommunen und Landwirte sollen angehalten sein, solche Bereiche zu identifizieren und zu melden, um dieses Flächenpotential zu nutzen. Ihre ökologische Aufwertung kann beispielsweise in enger Absprache mit Umwelt- und Imkerverbänden durchgeführt und vom Land gefördert werden“. In Rheinland-Pfalz sei dieses Engagement beispielsweise Teil der regionalen Arne GerickeBiodiversitätsstrategie.

Author: gericke