GERICKE SCHREIBT SEEHOFER: „GEBEN SIE DEN GRINYS PERSPEKTIVEN IN DER NEUEN HEIMAT“

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Auf Anregung seines Burglengenfelder Büroleiters: Europaabgeordneter setzt sich für ukrainische Familie ein / „Erschütternde Berichte aus der Ostukraine“

BURGLENGENFELD/BRÜSSEL. Das Schicksal der Burglengenfelder Familie Griny bewegt die Menschen in der Region – und nun auch das Europaparlament. Angeregt durch seinen Büroleiter, den Burglengenfelder Tobias Gotthardt, hat Arne Gericke, Europaabgeordneter der Freien Wähler sich in einem Schreiben an Ministerpräsident Horst Seehofer gewandt und um dessen persönliche Unterstützung gebeten: „Das Verfahren läuft, Widerspruch wurde eingelegt – und mir ist klar, dass es einer politischen Lösung bedarf, um die Familie in ihrer neuen Heimat zu halten“, so der Wortlaut des Schreibens. Gericke unterstützt damit unter anderem die von Pfarrer Gottfried Tröbs initiierte Petition gegen die Abschiebung der jungen Familie.

Aktiv und engagiert im Plenum: Arne Gericke, Europaabgeordneter der Familien-ParteiErst vor wenigen Tagen, so Gericke weiter an Seehofer, „haben mir Kollegen der EVP-Fraktion, die auf offizieller Mission in der Ostukraine waren, Erschütterndes berichtet. Noch immer fallen dort Schüsse, noch immer ist dort Kriegszustand, viele Ortschaften sind zerstört, die Menschen leben in Angst – wenngleich sie gelernt haben, damit zu leben. Auch eine Delegation der Jugendorganisation meiner europäischen Partei ECPM war diese Woche zu Gast in der Ukraine und berichtet von anhaltender Unsicherheit.“ Bis heute berichteten die Vereinten Nationen von über 10.000 Toten in der Region.

„Alles in allem keine Situation, in die ich die Abschiebung einer jungen Familie mit drei kleinen Kindern für verantwortbar halte“, sagt der Europaabgeordnete – wohl wissend, dass die rechtliche Situation eine andere ist: „Die Zahl der akzeptierten Asylanträge aus der Ukraine sind gering – aber es gibt sie. Und das macht mir Hoffnung.“ Zumal die Grinys „ein Musterbeispiel gelungener Integration sind, wie ich es in drei Jahren intensiver Arbeit mit asylpolitischen Themen selten erlebt habe“. Arbeitgeber, Nachbarn, Vereinskameraden – alle, so Gericke, „setzen sich für die junge Familie ein. es ist mehr als glaubwürdig, wenn sie sagen, sie haben in Burglengenfeld, in Bayern eine neue Heimat gefunden.“

Politisch gesehen, so der Europaabgeordnete kritisch, seien die Grinys „im Grunde Opfer einer verfehlten Einwanderungspolitik in Deutschland: Es fehlt ein vernünftiges Einwanderungsgesetz – die Chancen auf legale Migration jenseits des Asylantrags gehen gegen Null. Eine Umkehr begonnener Asylverfahren ist nicht wirklich vorgesehen.“ Genau das aber will Gericke mit seiner Unterstützung nun ins Rollen bringen: „Es muss einen Weg geben, der Familie Perspektiven in ihrer neuen Heimat zu geben – einer Heimat, in der ihre Kinder aufgewachsen sind, das Kleinste sogar das Licht der Welt erblickt hat. Gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern vor Ort bitte ich Sie deshalb: Setzen Sie sich persönlich ein für die Familie Griny. Ermöglichen Sie Eltern und Kindern eine Perspektive in ihrer neuen Heimat: Bayern. Bitte.“, so Gerickes eindringlicher Appell an den Ministerpräsidenten.

Author: Arne Gericke MdEP