GERICKE: POLITISCHE DIMENSION DES HEILIGEN JAHRES ENTDECKEN UND LEBEN

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„Barmherzig wie der Vater“ – Europaabgeordneter der Familien-Partei: „Politik kann aktuellen Beitrag leisten“ / Konferenz im Europaparlament geplant

crossBRÜSSEL/ROM. An der „Heiligen Pforte“ des Petersdoms hat Papst Franziskus heute das außerordentliche „Heilige Jahr der Barmherzigkeit“ eröffnet und die Menschen weltweit zu „Versöhnung und Vergebung“ aufgerufen. Ein Appell, „der sich auch an die Politik richtet“, sagt der Europaabgeordnete Arne Gericke – gerade auf europäischer Ebene: „Die europäische Idee baut auf Vergebung und Versöhnung – Gründerväter wie Robert Schuman waren von dieser zutiefst christlichen Überzeugung bewegt. Hass, Gewalt und nationalistische Tendenzen stellen dieses europäische Fundament heute mehr denn je in Frage“, so der Europaabgeordnete. Gemeinsam mit Fraktionskollegen anderer Länder fordert Gericke als einer der Kirchenbeauftragten seiner Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR) eine „politische Kultur der Barmherzigkeit, um miteinander Antworten auf die drängendsten Probleme zu finden – statt immer neue Fragen aufzuwerfen.“

„Im Grunde brauchen wir in Europa ein neues familiäres Bewusstsein“, so der Rostocker Europaabgeordnete. Das stelle er auch immer wieder bei seinen DialogTouren durch den „Wahlkreis Deutschland“ fest: „Gerade, wenn ich mit Schülern oder jungen Eltern über Europa spreche und frage, was sie sich von der EU erwarten, kommen wir immer wieder zum Frieden – für uns und nachfolgende Generationen.“ Je mehr die aktuellen Entwicklungen den „anhaltenden Frieden in Europa in Frage stellen“, umso mehr werde der Wunsch artikuliert: „Gerade wer jung ist oder kleine Kinder hat, macht sich darüber Gedanken“, so Gericke.

Für ihn hat das Heilige Jahr der Barmherzigkeit deshalb auch eine „starke, konfessionsübergreifende und politische Botschaft: „Barmherzigkeit bedeutet Fortschritt, Vergebung ermöglicht Aufbruch – beides brauchen wir in Europa und der Welt. Unabhängig von Kirche und Religion.“ Flüchtlingsstrom, Finanzkrise und zunehmender Nationalegoismus stellten „die Friedensunion Europa und seine Grundfeste zunehmend in Frage – mit vielleicht verheerenden Folgen für uns alle“. Als Sozial- und Familienpolitiker deutet Gericke deshalb auch das Motto des Heiligen Jahres („Barmherzig wie der Vater“) politisch: „Familien sind nicht nur der Kern unserer Gesellschaft – Gesellschaft im Großen kann von der Familie im Kleinen lernen: Vertrauen, Verantwortung und Vergebung als Dreiklang eines funktionierenden Miteinanders – auch in der Politik.“

Gemeinsam mit Abgeordnetenkollegen und der christdemokratischen Europapartei ECPM plant Gericke für 2016 eine Konferenz über die politische Bedeutung der Barmherzigkeit: „Ich bin überzeugt, die Botschaft des Heiligen Jahres wendet sich in besonderer Art und Weise auch an die Politik. Barmherzigkeit als Basis unserer Entscheidungen macht Lösungen möglich, wo bislang nur Fragen waren.“ 

Foto: Sieht im Sakrament von Vergebung und Versöhnung die christliche Grundlage eines funktionierenden Miteinanders in Europa und der Welt: Europaabgeordneter Arne Gericke. 

Author: Arne Gericke MdEP

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