GERICKE KRITISIERT: SEEHOFERS KONZEPTLOSIGKEIT VERBAUT BAYERNS ENERGIEWENDE

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Europaabgeordneter der Familien-Partei: „Fähnchen im Wind bringt keinen Strom“ / Energiepolitische Konzeptlosigkeit der CSU zu Lasten von Familien, Mittelstand und Industrie in Bayern“ / Energiepartnerschaft mit Landwirten aufgekündigt

Asmall_150219-gericke-stromSCHAFFENBURG/MÜNCHEN. „Ein Fähnchen im Wind liefert keinen Strom!“ – mit diesem bildhaften Vergleich hat der Europaabgeordnete Arne Gericke im Rahmen einer DialogTour durch Franken die „energiepolitische Konzeptionslosigkeit der bayerischen Politik“ kritisiert. „Man muss kein Energieexperte sein, um zu wissen, dass es für sicheren, bezahlbaren Strom Quellen und Leitungen braucht. Beides scheinen die Wendehälse der bayerischen Politik zu ignorieren – zu Lasten von Familien, Mittelstand und Industrie im Land. Die höhere Stromrechnung nämlich zahlen am Ende sie“, so der Rostocker Europaabgeordnete mit „Wahlkreis Deutschland“. Als Sozial- und Mittelstandsexperte seiner Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR) fordert er unter anderem „einleuchtende, regionalspezifische Energiestrategien für Unabhängigkeit, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltfreundlichkeit – statt des Tappens im energiepolitischen Dunkel.“

Aus Gesprächen mit Bürgern und Wirtschaftsvertretern in Bayern, so Gericke, „weiß ich, dass viele sich ernsthaft Sorgen machen: Bayern rennt sehenden Auges in eine Stromversorgungslücke, die Lösungsansätze der Wirtschaftsministerin schweben im Wolkenkuckucksheim, die geführten Energiedialoge bleiben ergebnislos und im Leitungsbau windet sich der Ministerpräsident um jeden lokalen Widerstand. Kurzum: Bayerns Politik steht bei der Energiewende auf der langen Leitung – und im Ende zahlen Bürger, Familien und Wirtschaft die Rechnung dafür“, so Gericke, der auch Mitglied der Arbeitsgruppe Energiesicherheit seiner Fraktion im Europäischen Parlament ist.

Der Norden, so der aus Mecklenburg-Vorpommern stammende Gericke, sei „in Vorleistung gegangen. Wir haben die Hausaufgaben der Energiewende gemacht und produzieren schon bald das Dreifache des eigenen Bedarfs“. Und Seehofer brauche dabei „nicht glauben, wir hätten jeden offshore-Windpark problemlos durchgesetzt. Die Proteste der Bürger und Umweltverbände waren da – aber sie wurden Ernst genommen. Wir haben die Herausforderung gemeinsam gemeistert.“ Dass die „Industrieregion Bayern“ das offensichtlich nicht einmal beim „Kleinproblem Leitungsbau“ schaffe, so Gericke, „grenzt an energiepolitische Verantwortungslosigkeit“. Auch beim groß angekündigten Ausbau der Regenerativen stocke es im weiß-blauen Freistaat: „In der Windkraft rührt sich kein Lüftchen mehr, in Sachen Biomasse hat das Land längst seine Bauern vergrätzt und die versprochene Energiepartnerschaft aufgekündigt. Fotovoltaik kommt kaum mehr auf die Dächer – und selbst bei Wasserkraft oder Geothermie sind wenig  nennenswerte Ausbaupotenziale vorhanden.“

Wenig Verständnis hat der Europaabgeordnete auch für Seehofers „Bayern-kann-es-auch-alleine-Kurs“ in der grenzüberschreitenden Energieversorgung: „Eine industriestarke Region wie Bayern, mit energiepolitisch leistungsfähigen Nachbarn wie Österreich, Tschechien oder selbst dem Balkan tut sich selbst keinen Gefallen, wenn sie grenzübergreifende Stromkonzepte ablehnt“, so Gericke. Alles in allem werde er den Verdacht nicht los, „dass da jemand in Bayern eine erneute Laufzeitverlängerung der Atomenergie im Hinterkopf hat, denn anders lässt sich der Atomstrom bis 2022 kaum ersetzen.“ Das, so Gericke, „kann aber wohl kaum jemand in Bayern und Deutschland wirklich wollen.“

Foto: Zieht die energiepolitische Konzeptlosigkeit Seehofers langfristig Familien, Mittelstand und Industrie in Bayern den Stecker? Der Europaabgeordnete Arne Gericke jedenfalls nimmt bei seiner EuropaDialogTour durch Franken Sorgen der Bürger und der Wirtschaft als Anlass für „Klartext“ gegenüber der CSU.

Arne Gericke MdEP

Europaabgeordneter der Familien-Partei Deutschlands

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