ERFOLG FÜR GERICKE: STERBEHILFE-RESOLUTION SCHEITERT IM EUROPAPARLAMENT

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Nach Protest des Europaabgeordneter der Familien-Partei und kirchlicher Verbände: Linksliberale Erklärung pro Sterbehilfe verfehlt Quorum um Längen: Nur 95 von 751 Abgeordneten unterschreiben
menschenkette-menschenwuerde-900BRÜSSEL. “Das Recht auf ein Leben in Würde bedingt das Recht, in Würde zu sterben” – solche und viele andere Unsäglichkeiten forderte ein Resolutionsentwurf, den Abgeordnete der Sozialdemokraten, Linken, Grünen und Liberalen gemeinsam ins Europäische Parlament eingebracht hatten. Für den Europaabgeordneten Arne Gericke ein „unerträglicher Angriff auf die Menschenwürde“. Umgehend hatte er eine fraktionsübergreifende Allianz gegen die Resolution auf die Beine gestellt und die Unterstützung kirchlicher Verbände – unter ihnen der katholische Sozialverband KKV – auf die Beine gestellt. Mit Erfolg: Heute ist die Zeichnungsfrist für die Resolution abgelaufen, nur 95 Abgeordnete hatten unterschrieben. Notwendig gewesen wären mehr als 375 Signaturen.
Für Gericke „ein großer Erfolg für Menschenrecht und Lebensschutz in Europa“. Gestört hatte sich der Sozialexperte der drittstärksten Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer an zahlreichen Punkten der Resolution pro aktive Sterbehilfe (55/2015): “Es ist grundsätzlich nicht Aufgabe der EU, sich um solche Dinge zu kümmern. Das fällt unter den Grundsatz der Subsidiarität!” Darüber hinaus sei es “dreist, eine Debatte zur aktiven Sterbehilfe unter dem Deckmantel der “Würde am Lebensende” zu starten und sich „auch noch auf europäische Werte zu berufen“. Vielmehr müsse sich Europa noch viel mehr als bisher um Förderung und gemeinsame Qualitätsstandards zu Hospiz und Palliativmedizin kümmern und dazu weitere Maßnahmen vorschlagen.
“Linke und liberale Ideologen sahen in der aktiven Sterbehilfe einen neuen Hebel, um die moralischen Grundsätze unseres christlich geprägten Europas der Werte auszuhebeln. Man spricht von der Würde – und hebelt sie gleichzeitig aus: Man spricht den Menschen das Leben ab – am Anfang und am Ende. Uns muss klar sein, welchen gefährlichen Weg diese Ideologen beschreiten. Das sind keine Einzelentscheidungen – das sind Tabubruche, die den Stellenwert der Menschenwürde in Europa um Jahrhunderte zurückwerfen. Es ist das Bild – frei nach Orwell – einer armseligen, neuen Welt”, so Gericke, der auch zu den führenden Stimmen im Europaparlament zählt, wenn es um den Kampf gegen Abtreibungsinitiativen geht.
Froh über den Erfolg gegen die Sterbehilfe-Aktivisten, bleibt Gericke dennoch wachsam: „Es war sicher nicht der letzte Versuch.“ Gemeinsam mit seinen Kollegen bereitet er nun einen juristischen Gegenschlag vor. Sein Plan: Fraktionsübergreifend will er der gescheiterten Sterbehilfe-Resolution einen Appell “für Lebenshilfe und Sterbebegleitung” entgegenstellen, der den christlichen Grundwerten entspricht.“
Unterstützt haben Gericke in seinem erfolgreichen Bemühen gegen die Euthanasie-Resolution unter anderem Kirchen und christliche Verbände – allen voran der KKV (Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung). Zusammen mit dessen Mitgliedern hatte Gericke in Brüssel zu einer Menschenkette vor dem Europaparlament aufgerufen, um ein entsprechendes Zeichen zu setzen.

Foto: Hand in Hand und erfolgreich gegen Sterbehilfe: Europaabgeordneter Arne Gericke und Mitglieder des KKV formten eine Menschenkette in Brüssel.

Author: gericke

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