Tag der Feuerwehr: Europaabgeordneter wirbt für Respekt und Rettungsgasse

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Arne Gericke (Freie Wähler) unterstützt die Retter: „Stau? Rettungsgasse!“ – Start einer grenzübergreifenden Kampagne / Erfolgreiche Initiative für mehr Respekt

SCHWERIN/BRÜSSEL. Gleich zwei Initiativen hat der mecklenburgische Europaabgeordnete Arne Gericke (FREIE WÄHLER) heute anlässlich des „Welttages der Feuerwehrleute“ in Brüssel gestartet: Eine Kampagne zur Förderung der lebensrettenden Rettungsgasse sowie ein Plakat, das für mehr Respekt gegenüber Rettungskräften wirbt. Auf die Idee gekommen war Gericke am Rande seiner parlamentarischen Arbeit in Brüssel: „Als Kommunalpolitischer Sprecher meiner EKR-Fraktion beschäftige ich mich auch viel mit der Situation der Feuerwehren vor Ort und stelle fest: Diese Themen bewegen unsere Retter.“ Plakate und Aufkleber gibt es ab sofort kostenlos über sein Bürgerbüro – eine Aktions-Homepage geht in Kürze online.

Dabei beschäftigt Gericke das Thema der Rettungsgasse bereits seit seiner Wahl 2014: „Ich bin viel unterwegs im Wahlkreis Deutschland und weiß, wie wichtig schnelle Hilfe bei Verkehrsunfällen ist – ich sehe aber auch, wie schwer sich die Autofahrer in Deutschland tun, die Rettungsgasse bei Stau sofort zu bilden.“ Der Abgeordnete sieht es dabei aus der europäischen Perspektive: „Österreich ist vorbildhaft. Wann immer es dort zum stehenden Verkehr kommt, ist bereits eine Rettungsgasse gebildet.“ Eine ähnliche Sensibilisierung wünscht Gericke sich auch für sein Land – und hat gemeinsam mit dem Designer Alexander Mühl aus Stuttgart ein Motiv entworfen, das nun auf Plakaten , Bannern und Autoaufklebern prangt. Selbst Anfragen aus Österreich und Tschechien gab es dazu bereits.

Parallel wirbt Gericke damit für eine zweite Idee aus seiner Feder: Europaweit einheitliche Regelungen zur Rettungsgasse. Österreich, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Luxemburg haben sie bereits eingeführt – allerdings nicht alle verpflichtend und nicht alle einheitlich. „Das sorgt für Chaos im Notfall“, sagt Gericke – und denkt dabei gerade an Ferienzeiten, wenn sich auf den europäischen Autobahnen die Urlaubsfahrer aus allen Herren Länder treffen. „Eine einheitliche Regelung auf allen europäischen Autobahnen wäre das einzig sinnvolle und würde sicher auch hierzulande die Akzeptanz der Rettungsgasse erhöhen.“ Als Europaabgeordneter hatte Gericke den Vorschlag bereits 2015 als „Schriftliche Erklärung“ ins Plenum eingebracht, war damit aber knapp am 50-Prozent-Quorum gescheitert: „Gerade die deutschen Kollegen glänzten durch Desinteresse  – das ist traurig“. Nochmal mehr, „weil sie dann trotzdem wieder ganz vorne dabei sind, wenn es darum geht, ein Pressefoto von der Einweihung des neuen Feuerwehrautos im Wahlkreis zu schießen“. Und Gericke weiß, wovon er redet: Als Europaabgeordneter hat er die Feuerwehren nicht nur im Kampf um die Anerkennung ihrer ehrenamtlichen Arbeit durch die EU-Arbeitszeitrichtlinie unterstützt. Er ist auch einer der Initiatoren einer parlamentarischen Initiative für die europaweite Notrufnummer 112 und verhandelt aktuell federführend das auch feuerwehrrelevante Thema eines EU-Katastrophenschutzmechanismus: „Es gibt viel zu tun!“

Entmutigen aber lässt Gericke sich vom teilweisen Desinteresse seiner Kollegen nicht: „Ich arbeite weiter für unsere Feuerwehrleute, für die europaweite Rettungsgasse und unterstütze unsere Rettungskräfte, wo es nur geht“ – auch mit seiner zweiten, im Grunde spontan geborenen Idee: Einer Plakatkampagne mit dem Titel „Respekt für Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte – Danke für euren Einsatz!“. Gericke hatte das Motiv vor wenigen Wochen – nach Übergriffen auf Rettungskräfte in Bayern – ins Netz gestellt und einen kleinen, viralen Hit gelandet. Binnen Tagen hingen sogar gedruckte Varianten des Posters deutschlandweit in Fenstern und Autos. „Ich war total baff“, gesteht der Abgeordnete – „und gleichzeitig erschrocken angesichts der offiziellen Zahlen:  Nach einer Studie der Uni Bochum erfahren 90 Prozent der Einsatzkräfte im Laufe ihrer Tätigkeit verbale Gewalt und 60 Prozent körperliche Gewalt. Das ist schlicht Wahnsinn.“ Mit seinen Plakaten will er nun auch in dieser Richtung sensibilisieren.

Bei seinen Brüsseler Kollegen jedenfalls kamen beide Plakate schon einmal gut an: „Ich bin während des Fototermins von vier vorbeilaufenden Kollegen gefragt worden, ob es das auch in ihrer Sprache gebe. Ich habe gesagt: Wir arbeiten daran.“ Vorerst aber will Gericke die Kampagnen in Deutschland zum Laufen bringen: Beide Motive – Rettungsgasse und Respekt – gibt es ab sofort kostenfrei als Plakate oder Aufkleber kostenfrei in Gerickes Bürgerbüro, Enge Gasse 1, 18273 Güstrow, per email unter buergernah@arne-gericke.eu sowie in Kürze auch online zum Ausdruck unter der Aktionsseite www.leben-retten.eu.Präsentation unter Realbedingungen: Mitten im Brüsseler Berufsverkehr hat der Europaabgeordnete Arne Gericke (FREIE WÄHLER) seine Rettungsgassen-Kampagne zur Unterstützung der Feuerwehren im Ernstfall vorgestellt.Respekt - in großen Buchstaben wirbt der Europaabgeordnete Arne Gericke für mehr Anerkennung gegenüber den Rettungskräften und landet damit einen viralen Erfolg.