Bierkönigin begeistert Europa: Plädoyer für Bayerisches Bier und starke Regionen

Auf Einladung des Europaabgeordneten Arne Gericke (FW): Bierkönigin Christina Pollnick spricht in Parlamentarischer Gesellschaft / Einsatz für Reinheitsgebot und lebendige Innenstädte

STRASSBURG. „Stärken wir die regionale Vielfalt, erhalten wir das mittelständische Handwerk und fördern wir den lokalen Handel – das erhält unsere Innenstädte lebendig und garantiert die regionale Wertschöpfung, die wir gerade in ländlichen Regionen brauchen“ – mit einem klaren Statement hat sich Oberfrankens amtierende Bierkönigin Christina Pollnick in der Parlamentarischen Gesellschaft des Europaparlaments positioniert. Vermittelt durch Hans Martin Grötsch, Hofer Landtagskandidat der FREIEN WÄHLER, hatte der Europaabgeordnete Arne Gericke (FREIE WÄHLER) sie als Referentin seines großen „Kommunalgipfels“ in der europäischen Hauptstadt eingeladen – und sich ihren Ausführungen vollumfänglich angeschlossen. So kämpfe er selbst unter anderem gegen die Patentierung von Braugerste durch internationale Braukonzerne. Und gemeinsam mit Kollegen habe er grenzübergreifend die Kampagne „shop in the city – Initiative für lokalen Handel und lebendige Innenstädte in Europa“ ins Leben gerufen.

Durch den Trend des sogenannten „craft beer“ erlebten kleinere Brauereien eine neue Chance und Aufschwung: „Die Menschen entdecken zunehmend den Wert und guten Geschmack mittelständischer Braukultur in Europa. Wir erleben eine langsame Abkehr vom industriellen Massenprodukt Bier – zurück zum echten Brauhandwerk. Und das ist gut so“, so die Bierkönigin. Gerade Oberfranken und ganz Bayern könne stolz sein auf die bis heute bestehende Tradition und Vielfalt. Von der Politik erwartet sie sich bessere Unterstützung für den Mittelstand: „Wir brauchen unser Bayerisches Reinheitsgebot – wir brauchen aber auch ein Ausmisten bei der zunehmend belastenden Bürokratie: Vieles belastet den Mittelstand – ohne Mehrwert für den Verbraucher. Schlimm, wenn kleine, innovative Brauereien oder traditionelle Mittelständler im Ende daran zugrunde gehen.“ Gericke selbst betonte: „Ich habe immer ein offenes Ohr für die Anliegen der kleinen Brauereien: Ich will, dass europäische Gesetzgebung umsetzbar bleibt für den kleinen Braumeister vor Ort – und nicht zum Vorteil multinationaler Großkonzerne.“

Zweites Thema des Panels mit Königin Christina Pollnick: „Regionaler Handel, lokale Märkte“. Vor zahlreichen Europaexperten und Abgeordneten berichtete sie über ihre Erfahrungen in Oberfranken: „Viele unserer Innenstädte stehen auf der Kippe – und das, obwohl Bürgermeister und Geschäftstreibende viel investieren, um konkurrenzfähig zu bleiben.“ Auch hier werde Bürokratie schnell zum existenzgefährdenden Hemmschuh: „Wenn sie am Ende unter Meldepflichten und Dokumentationswellen, unter Hygienevorgaben und Datenschutzverordnungen versinken, bleibt Ihnen am Ende keine Luft mehr, um im Einzelhandel zu atmen.“ Das sei zunehmend ein Problem.

Der Europaabgeordnete stimmt auch hier zu: „Ich werde nicht müde zu betonen, dass wir unseren Mittelstand leicht um ein Viertel der Bürokratie und Meldepflichten entlasten könnten.“ Zudem sei er sehr aktiv dabei, „Bürgermeister und Einzelhändler europaweit an einen Tisch zu bringen“. Das sei Zweck seiner Initiative „shop in the city“. Gemeinsam mit Kollegen suche er europaweit nach Fragen, Problemen und Antworten für drängende City-Probleme: „Nicht jeder Bürgermeister muss das Rad neu erfinden“.

Zum Abschluss des Kommunalgipfels gab es dann auch noch einen kulinarischen Beitrag der Bierkönigin. Sie hatte es sich nicht nehmen lassen, den Gästen des europäischen Gipfeltreffens frisches oberfränkisches Bier zu servieren. Initiator Grötsch ist zufrieden: „Dieser Vortrag hatte nicht nur inhaltliche Tiefe – es war ein überzeugender Werbelauf für unsere Lebens-, Urlaubs- und Genussregion Oberfranken. Es freut mich sehr, dass Arne Gericke das möglich gemacht hat.“

Der Europaabgeordnete indes hat Pollnick bereits zur nächsten Veranstaltung eingeladen: Schon im Herbst soll sie mit ihm und einer Auswahl oberfränkischer Biere das Brüsseler Europaparlament besuchen, um erneut vor europäischem Publikum fürs Bierland Oberfranken zu werben.

Weitere Informationen zum “Bierland Oberfranken” finden Sie online unter www.bierland-oberfranken.de.

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