Gericke: Stillender Stern als einheitlicher Wegweiser für Europas Mütter

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Europaabgeordneter der Familien-Partei initiiert Kampagne „Stillfreundliche Orte in Europa“ / Logo präsentiert: Resolution des Europaparlaments fordert offiziellen Status / Aufkleber in Kürze verfügbar

BRÜSSEL. „Breastfeeding Moms welcome – stillende Mütter willkommen“ – dieser Satz und das Logo eines „stillenden Sternes“ sollen stillenden Müttern und ihren Säuglingen künftig europaweit den Weg zu „stillfreundlichen Orten“ weisen. Initiiert hat die Aktion der Europaabgeordnete Arne Gericke (Familien-Partei). Pünktlich zur Internationalen Stillwoche hat er nun zusammen mit Kollegen aus Polen, Ungarn, Großbritannien, Irland, Belgien, Niederlande, Estland, Österreich, Kroatien, Frankreich, Spanien und Italien die Kampagne „breastfeeding star“ ins Leben gerufen. Zudem werde man eine offizielle Resolution ins Straßburger Plenum einbringen. Ein Ziel: Den „stillenden Stern“ zum offiziellen Logo in Europa zu machen. Zudem solle die EU-Kommission sich einsetzen für ein europaweites Recht auf Stillen: „Mütter, die wegen Stillens in Cafes, Geschäften oder Zügen beschimpft werden und diese Orte verlassen müssen, darf es in Zukunft nicht mehr geben“, so Gericke.

„Stillende Mütter willkommen!“ – schon jetzt unterstützen Abgeordnete aus einem Dutzend EU-Mitgliedsstaaten die Kampagne für „stillfreundliche Orte in Europa“. Und genau deshalb wollen der Rostocker Europaabgeordnete und seine Kollegen aus ganz Europa auch nicht warten, bis die EU-Kommission aktiv wird: „Ich habe bereits Aufkleber mit dem ‚stillenden Stern‘ in Auftrag gegeben, eine Homepage ist in Arbeit. Geschäfte oder Lokale, die schon heute mit ihrer Stillfreundlichkeit werben wollen, sollen dies mit Hilfe des ‚European Breastfeeding Stars‘ europaweit verständlich und erkennbar tun können.

Bis die EU-Kommission den „stillenden Stern“ zum offiziellen Logo macht, gehen Gericke und seine Kollegen in Vorleistung: „Der Auftrag für Aufkleber in mehreren Sprachen ist bereits vergeben. Lokale oder Geschäfte, die das Logo auf freiwillige Basis schon mal verwenden möchten, können sich bei mir melden. Sie bekommen ihn in Kürze kostenfrei zugesandt.“

Gericke, der auch Schirmherr der des Projekts „Mama stillt“ in Deutschland ist, sieht sich zusammen mit seinen Kollegen als Sprachrohr der stillenden Mütter in Europa: „Stillende Mütter haben kaum Lobby – und wir als Politiker sind gefordert, unsere Stimme zu erheben. Für die Mütter, für die Säuglinge, für mehr Stillfreundlichkeit in Europa.“ Der Ansatz der Resolution – im Parlamentsjargon: Schriftliche Erklärung – geht deshalb über das Logo hinaus. So fordern die Politiker von der EU, „verstärkt Maßnahmen zur Förderung des Stillens vorzusehen“. In der Mutterschutzrichtlinie solle das „Recht auf Stillen“ eine explizite Rolle spielen: „Stillen am Arbeitsplatz muss möglich sein. Dafür braucht es Orte, Zeit – und die Flexibilität der Arbeitgeber“, sagt Gericke.

Beginnen möchte Gericke dabei im Europaparlament selbst: „Wir fordern auch einen Stillraum im Parlamentsgebäude – und eine freiwillige Selbstverpflichtung der Verwaltung sowie aller Fraktionen, stillenden Müttern das Stillen während der Arbeitszeit zu ermöglichen.“

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